Der Deutsche lieferte sich mit der europäischen NASCAR-Elite heiße Kämpfe

(Credits: stardesigner.com / Tom Rengelshausen)

 

Justin Kunz startete in der NASCAR Whelen Euro Series 2020 erstmals als Vollzeitfahrer in der EuroNASCAR-PRO-Meisterschaft für professionelle Rennfahrer. Dabei teilte er sich die Strecke mit Motorsportgrößen wie Jacques Villeneuve, Alon Day und Loris Hezemans. Der Rennfahrer aus Appenweier landete nach zehn Rennen auf Platz drei der Junior Trophy für Fahrer bis 25 Jahre und in den Top 10 der Gesamtwertung.

Vier von zehn Rennen beendete der Deutsche innerhalb der Top 10. Für DF1 Racing sammelte Kunz im Chevrolet Camaro mit der Startnummer 99 damit fleißig Punkte. Im kroatischen Grobnik gelang dem 23-Jährigen mit den Plätzen sechs und acht der Durchbruch. Bei der Super Speedweek im spanischen Valencia kamen zwei weitere Top-10-Platzierungen dazu.

In der Junior Trophy landete Kunz im Jahr 2020 insgesamt dreimal auf dem Podium. Der Deutsche gehört mit insgesamt 20 EuroNASCAR-PRO-Rennen, 47 EuroNASCAR-2-Läufen und einem Start in der amerikanischen NASCAR Gander & RV Outdoors Truck Series zu den erfahrensten Fahrern in der europäischen NASCAR-Welt – obwohl er erst 23 Jahre alt ist.

“Meine Saison war sehr erfolgreich und ich bin absolut glücklich über die Resultate”, sagt Kunz. “Ich bin auf Platz drei in der Junior Trophy gelandet und in die Top 10 der EuroNASCAR-PRO-Meisterschaft gefahren. Es war mein erstes volles Jahr in der Topmeisterschaft der NASCAR Whelen Euro Series und das Niveau ist natürlich deutlich höher als in der EuroNASCAR-2-Serie. Da muss man sich nur die Namen anschauen, die in der PRO-Meisterschaft mitfahren. Deshalb bin ich mit dem Top-10-Ergebnis sehr zufrieden. Ich danke meinem Team DF1 Racing für die großartige Arbeit und meinen Partnern sowie Fans für die Unterstützung.”

Der Saisonabschluss ist der Startschuss für die Planungen für das Jahr 2021. Die Coronavirus-Pandemie macht es für Rennfahrer wie Kunz schwierig, schon früh neue Pläne zu präsentieren. Der Rennfahrer aus Appenweier hofft, den nächsten wichtigen Schritt in seiner Motorsportkarriere zu machen.

 

(Credits: NASCAR Whelen Euro Series / Stephane Azemard)

Der Deutsche landete im zweiten NWES-Rennen auf Platz drei der Junior Trophy

(Credits: stardesigner.com / Tom Rengelshausen)

 

Justin Kunz aus Appenweier hatte am 15. November allen Grund zum Feiern: Der 23-Jährige sicherte sich sein erstes Podium in der NASCAR Whelen Euro Series (NWES) 2020. Im zweiten Rennen landete Kunz am Steuer seines 400-PS-starken Chevrolet Camaros von DF1 Racing auf dem sechsten Rang der EuroNASCAR-PRO-Meisterschaft für professionelle Rennfahrer aus der ganzen Welt, in der unter anderem Ex-Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve an den Start geht. In der hart umkämpften Sonderwertung für Rennfahrer unter 25 Jahren reichte das für Platz drei und die erste Trophäe im Jahr 2020.

Gefahren wurde erstmals am Automotodrom Grobnik an der kroatischen Riviera. Der Kurs sprang in letzter Sekunde für den Event in der Tschechischen Republik ein, der aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht, wie geplant, am Autodrom Most stattfinden konnte. Auf der schnellen 4,168 Kilometer langen Strecke kam Kunz sofort gut zurecht, weshalb er zu den schnellsten Piloten im Feld gehörte.

Kunz startete von Platz zehn aus in das zweite Rennen des Wochenendes und machte zu Beginn gleich einige Positionen gut. Fehlerfrei fuhr er in Grobnik Runde für Runde. Als nach 17 Runden dann die schwarz-weiß-karierte Flagge geschwenkt wurde, war die Freude groß, denn Kunz wusste sofort, dass er nach dem Rennen gleich auf das Podium steigen darf, um den Pokal für den dritten Platz in der Junior Trophy entgegenzunehmen. Nach dem Rennwochenende in Kroatien liegt der Deutsche auf Platz zwölf in der Gesamtwertung und belegt den starken vierten Rang in der Junior Trophy.

“Es war ein Wochenende, an dem alles funktioniert hat und alle Zahnräder perfekt ineinandergegriffen haben”, so Kunz. “Ich hatte in Grobnik wirklich eine Menge Spaß. Wir haben auch solide Ergebnisse eingefahren, aber natürlich will ich immer mehr. Ich denke, das war ein Schritt nach vorne – auch für mich persönlich. Daran wollen wir natürlich anknüpfen und ich freue mich riesig auf Valencia. Die Strecke in Kroatien ist wirklich schön und macht riesig viel Spaß. Ich freue mich, dass wir auch im Jahr 2021 dort starten werden. Ich danke dem ganzen Team, das wirklich einen tollen Job gemacht hat.”

Das erste Podium der NWES-Saison 2020 brachte dem Badener wichtige Punkte für die Meisterschaft ein. Das Finale findet vom 3. bis 6. Dezember im spanischen Valencia statt. Kunz hat bereits zehn Rennen auf dem vier Kilometer langen Kurs bestritten. Sein bisher bestes Ergebnis ist ein starker sechster Platz in der EuroNASCAR-2-Meisterschaft für junge Talente aus dem Jahr 2017. Kunz hat das Ziel, in den letzten vier Rennen noch den Sprung in die Top 3 der Junior Trophy zu schaffen.

Justin Kunz zuhause im Simulator

 

Lange mussten die Teams, Fahrer und Fans der NASCAR Whelen Euro Series (NWES) auf den Saisonstart 2020 warten, doch am 12. und 13. September fällt endlich wieder die grüne Flagge. EuroNASCAR wird an diesem Wochenende das Autodromo di Vallelunga nördlich von Rom besuchen und in die neue Meisterschaft starten. Justin Kunz, der in der Saison 2020 für DF1 Racing in der EuroNASCAR-PRO-Meisterschaft fahren wird, wartet sehnsüchtig darauf, dass die V8-Motoren wieder aufheulen.

“Ich freue mich natürlich sehr, dass es im September wieder losgeht und wir die Saison, zwar mit einigen Änderung, fahren können”, so Kunz, der sich in der offiziellen europäischen NASCAR-Serie mit der Elite messen wird. “Ich hoffe natürlich, dass das Wetter Ende des Jahres mitspielt, denn Winterreifen haben wir natürlich nicht.”

“Zudem haben wir mit Vallelunga eine neue Strecke, auf die ich mich auch sehr freue”, so der Deutsche über den geplanten Saisonstart. “Ein Manko hat der neue Kalender aber: Das Finale findet leider nicht, wie geplant, in Hockenheim statt. Anstelle dessen werden wir im Dezember in Valencia die Saison beenden. Das ist natürlich dem Klima in Spanien geschuldet, aber dennoch steigt die Vorfreude von Tag zu Tag. Natürlich habe ich mich sehr auf ein Finale auf meiner Heimstrecke gefreut und auch die Planungen waren voll darauf ausgerichtet.”

In der Saison 2020 wird sich Kunz das Auto mit seinem Landsmann Marcel Lenerz teilen, der aus dem GT-Sport in die EuroNASCAR-2-Meisterschaft wechselt. Damit stellt DF1 Racing im Jahr 2020 wieder ein komplett deutsches Auto. Kunz, der im Jahr 2018 sein Debüt in der US-amerikanischen NASCAR Gander & RV Outdoors Truck Series gefeiert hat, hat bereits elf Rennen in der EuroNASCAR-PRO-bestritten und im Jahr 2017 in Franciacorta mit Platz zwölf sein bisher bestes Ergebnis geholt. In der neuen Saison soll natürlich das erste Top-10-Ergebnis in der Königsklasse des europäischen NASCAR-Sports folgen.

Aufgrund der COVID-19-Krise musste der Kalender der NWES-Saison 2020 massiv angepasst werden. Aktuell sind fünf Termine bestätigt: Vallelunga in Italien (12. und 13. September), Zolder in Belgien (3. und 4. Oktober), Hockenheim in Deutschland (17. und 18. Oktober), Most in der Tschechischen Republik (15. und 16. November) und Valencia in Spanien (5. und 6. Dezember). Für das Rennen im britischen Brands Hatch wird aktuell noch ein neuer Termin gesucht. Das Rennen am Raceway Venray wird im Jahr 2020 höchstwahrscheinlich ausfallen.
Aktuell hält sich Kunz in der virtuellen Welt fit. Der Rennfahrer aus Appenweier startet für DF1 Racing in der ersten EuroNASCAR Esports Series auf iRacing und geht in der virtuellen Welt im Zwei-Wochen-Rhythmus auf Punktejagd. Ein ganz besonderer Aspekt: Die Sim-Racing-Meisterschaft hat einen kleinen Einfluss auf die reale Wertung, für die Punkte vergeben werden. Ansonsten trainiert Kunz fleißig zuhause, um sich physisch auf den Saisonstart im EuroNASCAR-Boliden vorzubereiten.

Beschlossene Sache: Norbert Walchhofer (links) und Justin Kunz (rechts) (Foto: DF1 Racing)

 

Anlässlich des Hockenheimring-Testtags am 5. November besuchte Justin Kunz mit seiner Familie DF1-Racing. Es wurden die letzten Details für das Jahr 2020 bei einem gemeinsamen Abendessen im wunderschönen, nahegelegenen Schwetzingen besprochen. Der Vertrag wurde zwischen DF1-Motorsportchef Norbert Walchhofer und DF1-Tiger Justin Kunz per Handschlag besiegelt.

Die wichtigste Neuigkeit ist, dass Kunz die Saison 2020 ausschließlich in der Königsklasse der NASCAR Whelen Euro Series (NWES), der EuroNASCAR-PRO-Wertung, bestreiten wird.

Kunz ist nunmehr seit fünf Jahren erfolgreich in der NASCAR Whelen Euro Series unterwegs und sein Ziel für die kommende Saison ist klar gesteckt: Gemeinsam streben der Fahrer und das Team am Ende der Saison 2020 eine Platzierung im vorderen Feld an. „Ein Top-10-Endergebnis für 2020 muss in jedem Fall möglich sein, ein Top-5-Resultat wäre super“, so Justin Kunz.

Besonders freut sich Kunz, dass das Finale der EuroNASCAR 2020 auf seiner Heimstrecke, dem Hockenheimring, am 17. und 18. Oktober 2020 stattfindet.

„Es ist natürlich für mich, meinen Förderern und Sponsoren ein Highlight, die Saison genau vor meiner Haustür zu beenden. Ich hoffe natürlich auf ein erfolgreiches Finale in Hockenheim. Beim den Organisatoren des Hockenheimrings möchte ich mich auch für die bisherige, sehr gute Zusammenarbeit bedanken. Mit Hilfe von DF1 Racing werde ich mich ab sofort noch intensiver für diese attraktive Rennstrecke und die Verbreitung des NASCAR-Virus in Deutschland einsetzen.“

Auch DF1 Racing blickt auf eine sehr fruchtbare Entwicklung in der vergangenen Saison zurück und will neue Marketingaktivitäten einbringen, um im Jahr 2020 gemeinsam mit seinem DF1-Tiger Justin Kunz die Bekanntheit des EuroNASCAR-Finals am Hockenheimring zu steigern.

Abschließend besuchte DF1 Racing am 16. November das Autohaus Kunz in Appenweier. wo Justin Kunz seine DF1-Vertragsverlängerung unterzeichnete. Das Team freut sich auf die gemeinsame Saison 2020.

(Foto: DF1 Racing)
(Foto: Michael Großgarten)

 

Justin Kunz aus Appenweier ist trotz seiner jungen 22 Jahren ein waschechter NASCAR-Veteran. Der Rennfahrer bestritt im Jahr 2019 seine vierte Saison in der europäischen NASCAR-Serie und landete zum dritten Mal in Folge in den Top 10 der EuroNASCAR-2-Meisterschaft. Der Fahrer von Dexwet-Df1 Racing erlebte eine Saison mit Höhen und Tiefen.

Das Jahr 2019 startete für den Deutschen aus dem Schwarzwald mit einem Tiefpunkt: Nach einem starken Qualifying, das für Platz fünf reichte, landete Kunz im spanischen Valencia wegen einer Durchfahrtsstrafe nur auf Platz 22. Davon ließ sich Kunz aber nicht unterkriegen! Im Sonntagslauf fuhr der Youngster von Platz 13 auf den neunten Rang vor. Am ersten Wochenende sicherte sich Kunz gleich sein erstes Top-10-Ergebnis der neuen Saison.

Im italienischen Franciacorta drehte Kunz, der bereits einen Start in der amerikanischen NASCAR Gander Outdoors Truck Series verbucht hat, so richtig auf. Der technische und fordernde Kurs in Nord-Italien liegt dem Rennfahrer aus Appenweier sehr gut, was sich auch in den Ergebnissen widerspiegelt: Im ersten Lauf sicherte sich Kunz mit Platz vier sein erstes Top-5-Resultat des Jahres 2019. Am Sonntag fuhr er seinen 400 PS starken Chevrolet Camaro auf den siebten Platz.

„Der Saisonstart lief nicht perfekt, aber dann erlebten wir ein starkes Wochenende in Italien“, so Kunz, der um den Titel kämpfen wollte. „Ich habe in Spanien wichtige Punkte auf die Spitze verloren, in Italien aber wieder aufgeholt. Franciacorta ist eine technisch anspruchsvolle Strecke und ich freue mich, gerade auf solch fordernden Strecken so gute Ergebnisse erzielt zu haben.“

Das populäre Rennwochenende in Brands Hatch war für Kunz wieder eine Achterbahn der Gefühle. Der 22-Jährige aus Baden-Württemberg landete im ersten Rennen noch auf Platz acht – es war das vierte Top-10-Ergebnis in Folge. Beim Start war Kunz ausgeschert, um eine Kollision zu vermeiden. Nach der Durchfahrtsstrafe für den Fehlstart pflügte Kunz durchs Feld zurück in die Top 10. Am Sonntag reichte es nach einem durchwachsenen Rennen nur für Platz 14, weshalb der Titel wieder in weite Ferne rückte.

Das NWES-Debüt am Autodrom Most war für Kunz ein absolutes Saisonhighlight. Nach dem schwierigen Sonntag in Großbritannien trumpfte der Dexwet-Df1-Fahrer in der Tschechischen Republik so richtig auf. Mit Platz fünf und zehn folgten das fünfte Top-10- und zweite Top-5-Ergebnis der Saison 2019. Im Sonntagsrennen schaffte es Kunz trotz einer Durchfahrtsstrafe unter die beste zehn Fahrer zu kommen. In Venray, dem einzigen Ovalrennen des Jahres, landete Kunz auf Platz elf.

„Ich bin nicht richtig zufrieden mit der regulären Saison, weil ich im Titelkampf mitmischen wollte“, erklärt Kunz. „Jedoch fehlte uns die Konstanz und wir hatten immer wieder Pech. Unsere Pace war gut und ich habe bewiesen, an der Spitze mithalten zu können. Jedoch haben die kleinen Rückschläge dazu geführt, dass uns die Fahrer vorne in der Gesamtwertung enteilt sind.“

Die Playoffs waren für Kunz ein Desaster! Aufgrund eines technischen Problems verpasste der Deutsche sein erstes Heimrennen in Hockenheim, womit der Traum vom Titel endgültig geplatzt war. Am Sonntag fuhr er von ganz hinten mit technischen Problemen auf Platz 21. Trotz der Schwierigkeiten am Hockenheimring schlug Kunz im belgischen Zolder wieder zurück: Am Samstag landete er auf Platz fünf. Das letzte Rennen der Saison 2019 beendete Kunz auf dem elften Rang.

„Insgesamt war es eine Saison mit Höhen und Tiefen“, erklärt Kunz. „Die guten Ergebnisse machen mir Hoffnungen, um den EuroNASCAR-2-Titel mitkämpfen zu können. Dazu muss aber das Technik-Pech aufhören. Außerdem muss ich an der Konstanz arbeiten, die in der NASCAR Whelen Euro Series enorm wichtig ist. Jetzt arbeite ich daran, auch in der Saison 2020 in der NWES zu starten. Ich danke dem Team, den Sponsoren und meinen Fans für die tolle Unterstützung.“ Zum dritten Mal in Folge hat Kunz in seiner Karriere die EuroNASCAR-2-Meisterschaft in den Top 10 beendet. Er wurde Gesamtneunter.

Die NASCAR Whelen Euro Series 2020 findet in sieben verschiedenen Ländern statt: Spanien, Großbritannien, Tschechische Republik, Niederlande, Italien, Belgien und Deutschland. Kunz hofft, beim ersten deutschen Finale in der Geschichte der NWES den Titel entgegennehmen zu dürfen.

 

(Foto: Michael Großgarten)

 

 

Die NASCAR Whelen Euro Series gastierte erstmals in Osteuropa am Autodrom Most und zog gleich mehr als 20.000 Zuschauer in ihren Bann. Mitten drin: Justin Kunz aus Deutschland. Der Dexwet-DF1-Fahrer gehört zu den Toppiloten der ELITE-2-Division 2019 und will bis zum Schluss eine Chance auf den Titel haben.

Doch bevor die Teams und Fahrer auf die Strecke durften, gab es am Donnerstag einen ganz besonderen Programmpunkt, den Kunz sehr genossen hat: Die EuroNASCAR-Fahrzeuge wurden von der Polizei über öffentliche Straßen auf einen Festplatz in der Innenstadt von Most eskortiert, wo hunderte NASCAR-Fans auf ihre Idole warteten. „Die Parade am Donnerstag war für uns ein toller Start ins Wochenende“, sagt Kunz.

Das eigentliche Rennwochenende in Most begann am Freitag mit den Freien Trainings, in denen Kunz den Grünen Tiger mit der Startnummer 99 auf Herz und Nieren testete. „Ich habe in Most bereits vorher getestet und einen Sieg im Prototypen eingefahren. Die Strecke liegt mir wirklich sehr gut“, so die Einschätzung von Kunz vor den Rennen. Im ersten Training landete der Rennfahrer aus Appenweier auf Platz neun.

„Das erste Training war ganz okay“, so Kunz. „Dennoch mussten wir aufgrund der neuen Teile, die in der Saison 2019 zum Einsatz kommen, das Setup weiter anpassen. Wir hatten zuvor hier mit dem alten Kit getestet.“ Das zweite Training war etwas durchwachsen, weil die Fahrer der Startnummer 99 mit einem Leistungsverlust zu kämpfen hatten. „Da gab es Probleme mit dem Zündverteiler und außerdem mussten wir den Vergaser nachjustieren, aber danach lief der Chevrolet Camaro richtig rund. Vielen Dank ans gesamte Team für die tolle Leistung!“

Am Samstag ging es dann in das Qualifying: Kunz zeigte in Q1 eine starke Leistung und qualifizierte sich auf Rang sieben für die Superpole. „Das Auto lief richtig gut“, sagt Kunz, der sich im Jahr 2019 immer für die zweite Qualifyingsession, in der es um die Pole-Position geht, qualifiziert hat.

„In der Superpole hatten wir nicht viel Zeit: In der ersten Runde habe ich einen kleinen Verbremser gehabt“, berichtet Kunz. „In der zweiten Runde war ich in den ersten beiden Sektoren richtig schnell, aber dann war die Strecke vor mir dreckig, weshalb ich vom Kurs abgekommen bin.“ Letztendlich qualifizierte sich der Dexwet-Df1-Fahrer auf Platz zwölf.

Im ersten Rennen legte er dann eine fulminante Aufholjagd hin. Nach 14 Runden überquerte Kunz die Ziellinie auf Platz fünf. Es war bereits das zweite Top-5-Resultat für Kunz im Jahr 2019. „Ich bin auf Platz fünf vorgefahren, das war richtig stark“, sagt er. „Ich wäre natürlich gerne aufs Podium gefahren, aber ich bin zufrieden mit der Leistung.“

Ins zweite Rennen startete Kunz in seinem „richtig schnellen“ Chevrolet von Platz fünf. Jedoch kam früh die Ernüchterung: Nach einem Kontakt mit Andre Castro musste Kunz eine Durchfahrtsstrafe absitzen. Trotzdem gab Kunz niemals auf! Er fuhr in seinem Dexwet-DF1-Chevrolet bis auf Platz zehn vor und sicherte sich so sein sechstes Top-10-Ergebnis in Folge.

„Das war natürlich Schadensbegrenzung, weil es nicht so gelaufen ist, wie wir es uns erhofft hatten“, sagt Kunz. „Die Durchfahrtsstrafe war sehr unglücklich und hat den ganzen Plan zunichte gemacht. Aber dennoch habe ich bewiesen, schnell zu sein und darauf können wir aufbauen. Jetzt freue ich mich auf das Rennen in Venray.“

Kunz liegt in der Meisterschaft auf Platz fünf mit 54 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Giorgio Maggi. Am 13. und 14. Juli steht das einzige Ovalrennen der NWES-Saison 2019 am Raceway Venray in den Niederlanden auf dem Programm. Es ist eine Strecke, die Kunz aus seiner Vergangenheit bereits sehr gut kennt.

(Foto: Michael Großgarten)

Das American SpeedFest im britischen Brands Hatch ist das beliebteste Event im Kalender der NASCAR Whelen Euro Series. Gefahren wird der 1,9 Kilometer lange Indy-Kurs der Traditionsrennstrecke, auf der Justin Kunz bereits zum dritten Mal in seiner Karriere vor mehr als 40.000 Zuschauern gestartet ist. Der 21-Jährige hatte gehofft, sich eine gute Position im ELITE-2-Titelkampf zu verschaffen. Trotz eines Rückschlages ist der Titel noch immer zum Greifen nah.

Am Freitag musste das Team rund um dexwet-df1 racing viel am Chevrolet Camaro schrauben, um das Auto zu optimieren. Das Resultat war, dass Kunz im Training nur wenig Zeit im Fahrzeug verbrachte. Die Mannschaft schaffte es, die technischen Probleme zu beseitigen und dem Rennfahrer aus Appenweier ein schnelles Auto zur Verfügung zu stellen.

Das bewies Kunz im Qualifying: In Q1 fuhr der Deutsche auf einen starken dritten Platz. Für die Superpole versuchte das Team noch einmal, die Fahrzeugeinstellungen anzupassen. Der Poker zahlte sich nicht aus, weshalb sich Kunz nur für den zehnten Startplatz qualifizierte.

Im ersten Rennen war er auf Podiumskurs, bis ihm die Rennleitung einen Strich durch die Rechnung machte. Kunz musste wegen eines Fehlstarts eine Durchfahrtsstrafe ableisten. Statt eine sicher geglaubte Podiumsplatzierung einzufahren, musste Kunz eine Aufholjagd starten. Er pflügte durchs Feld zurück in die Top 10 und schnappte sich schlussendlich Platz acht. Es war bereits das vierte Top-10-Resultat des Deutschen in der NWES-Saison 2019.

„Ich bin mit dem Wochenende insgesamt nicht so sehr zufrieden“, so Kunz. „Am Freitag lief das Auto nicht wirklich rund. Das Team hat alles gegeben und den Fehler behoben. Jedoch hat mir deshalb Track-Time gefehlt. Das Qualifying lief richtig gut. Dank den 20 Minuten habe ich die fehlende Zeit aus dem Training aufholen können. Wir haben das Setup verbessert und uns für die Superpole qualifiziert. Die folgenden Anpassungen haben leider nicht gefruchtet, weshalb ich nur auf Platz 10 gelandet bin.“

„Ich musste auf der Außenbahn ins erste Rennen starten, was nicht optimal war“, erklärt der 21-Jährige. „Beim Start musste ich Advait Deodhar ausweichen, der nicht den richtigen Gang gefunden hat. Das hat er mir nach dem Rennen erzählt. Ja, ich habe ihn vor der Linie überholt, aber nur um einen Unfall zu verhindern. Er war wie eine Wand vor mir. Dennoch wurde ich dafür bestraft. Zum Glück habe ich es geschafft, auf Platz acht zu fahren.“

Im zweiten Rennen startete Kunz von Platz elf. Der erfahrene EuroNASCAR-Pilot blieb im Mittelfeld stecken und konnte dem Rennen nicht seinen Stempel aufdrücken. Bei einem Restart kam der Vordermann nicht richtig weg, weshalb Kunz gleich zwei Positionen verlor. Ein Ausweichmanöver war der Grund, weshalb Kunz einen weiteren Platz verlor. Mit Rang 14 wurde zwar nicht das gesetzte Ziel erreicht, aber dennoch holte er wichtige Punkte für die Meisterschaft.

„Im zweiten Rennen bin ich einfach im Verkehr strecken geblieben. Bei einem Restart kam der Vordermann nicht richtig in Schwung, weshalb ich zwei Positionen verloren haben. Ich musste dann noch einem havarierten Fahrzeug ausweichen, was mich eine weitere Position gekostet hat. Deshalb war leider nicht mehr als Platz 14 drin. Dennoch haben wir gute Punkte mit nach Hause genommen. Ich bin noch immer in Schlagweite, um die Mission Titelgewinn erfolgreich zu meistern“

In der Meisterschaft teilt sich Kunz den fünften Platz mit seinem Teamkollegen Lasse Sörensen, der bereits drei Rennen gewonnen hat, und Myatt Snider aus Amerika. Die drei Fahrer haben einen Rückstand von nur 38 Punkten auf Giorgio Maggi, der in Brands Hatch seine Tabellenführung verteidigt hat.

Am 29. und 30. Juni startet die NASCAR Whelen Euro Series am Autodrom Most in der Tschechischen Republik. Es ist das erste Gastspiel des europäischen NASCAR-Ablegers in Osteuropa. „Ich freue mich schon auf das Rennen in Most, weil mir die Strecke sehr liegt“, so Kunz, der bereits eine Testfahrt auf der sehr technischen Strecke absolviert hat. „Ich bin mir sicher, dass wir dort gute Chancen auf wichtige Punkte im Kampf um den Titel haben werden.“

(Foto: Michael Großgarten)

Justin Kunz startet in der NASCAR Whelen Euro Series 2019 für das Team von dexwet-df1 racing. Mit dem Dexwet-Werksrennstall will der Rennfahrer aus Appenweier endlich den Durchbruch in der europäischen NASCAR-Serie schaffen und um den Titel in der ELITE-2-Division kämpfen. Nach den ersten vier Rennen liegt der 21-Jährige auf einem soliden vierten Platz in der Gesamtwertung. Der Titel scheint zum Greifen nah.

In Valencia setzte Kunz bereits im Qualifying das erste Ausrufezeichen: Für den Saisonauftakt qualifizierte er sich auf einem starken fünften Platz. Im Rennen zeigte der Deutsche eine vielversprechende Pace. Jedoch wurde er durch eine Durchfahrtsstrafe gebremst und Kunz landete nur im Mittelfeld. Im zweiten Rennen sicherte sich der Dexwet-Fahrer dann mit Platz neun das erste Top-10-Resultat in der Saison 2019.

„Am Freitagabend hat das Team es geschafft, das Auto zu verbessern, weshalb ich im Qualifying auf Platz fünf gelandet bin“, resümiert Kunz. „Das erste Rennen lief wirklich gut. Jedoch wurde ich von einem Konkurrenten etwas aufgehalten. Für einen Kontakt mit der Startnummer 77 wurde ich dann bestraft, weshalb keine Topplatzierung greifbar war. Im zweiten Rennen hatte ich gleich zu Beginn einen kleinen Unfall. Trotzdem bin ich bis auf Platz neun nach vorne gefahren. Mit dem Saisonauftakt bin ich nicht hundertprozentig zufrieden.“

Am italienischen Autodromo di Franciacorta lief es für Kunz deutlich besser. Im Qualifying landete er auf Rang sieben – obwohl seine beste Runde wegen der Missachtung der Tracklimits gestrichen wurde. Im ersten Rennen fuhr Kunz in seinem Chevrolet Camaro mit der Startnummer 99 bis auf Rang vier vor . Es war das erste Top-5-Resultat des 21-Jährigen in der aktuellen Saison. Im zweiten Rennen schaffte es Kunz auf einen soliden siebten Platz. Mit seinen 106 Punkten liegt er aktuell auf Rang vier in der Gesamtwertung. Damit mischt der Rennfahrer aus Appenweier ganz vorne in der ELITE-2-Division mit.

„Ich war die ganze Woche über krank und deshalb nicht bei 100 Prozent“, erklärt Kunz. „Aufgrund des Crashs in Valencia mussten wir auf ein neues Auto setzen. Hier mussten wir erst einmal lernen, mit den neuen Teilen umzugehen. In den Trainings haben wir viel ausprobiert. Wir sind leider nicht auf einen grünen Zweig gekommen. Nach viel Arbeit haben wir es doch geschafft, ein gutes Auto für das Qualifying hinzustellen.“

„Meine beste Zeit wurde wegen der Tracklimits leider gestrichen, das habe ich anders gesehen. Glücklicherweise sind wir im Rennen Vierter geworden. Mit den Ausfällen und Safety-Car-Phasen war aber auch etwas Glück dabei, weil es hier so schwierig ist, zu überholen. Im zweiten Rennen bin ich hinter Bert Longin stecken geblieben. Zum Glück gab es eine Situation, in der ich vorbeihuschen konnte. Deshalb war nur Platz sieben drin. Wir haben aber bewiesen, dass wir gewinnen können. Ich freue mich riesig für meinen Teamkollegen Lasse Sörensen, der seinen ersten Sieg geholt hat.“

Die nächsten Rennen der ELITE-2-Meisterschaft finden am 1. und 2. Juni im britischen Brands Hatch statt. Das American Speedfest ist das beliebteste Event der NASCAR Whelen Euro Series mit durchschnittlich 50.000 Besuchern. Das Qualifying und alle Rennen werden live über die offiziellen Kanäle der EuroNASCAR kostenfrei übertragen.

Weitere Informationen gibt es auf www.euronascar.com

 

Justin Kunz mit Teamchef Norbert Walchhofer (Foto: Michael Großgarten)

Der Vertrag ist unterschrieben und die Tinte bereits trocken: Am vergangenen Sonntag unterzeichnete Justin Kunz seinen Kontrakt bei dexwet-df1 racing. Der junge Rennfahrer wird sich das Auto mit DTM-Legende Ellen Lohr teilen und soll in der Elite2 Meisterschaft den Titel holen. Der 21-Jährige greift bereits auf viel Erfahrung in der NASCAR Whelen Euro Series (NWES) zurück und hat bereits erste Erfolge in der Rennklasse gefeiert. „Ich freue mich riesig, bei dexwet-df1 racing unterschrieben zu haben“, so Kunz, der den Chevrolet Camaro mit der Startnummer 99 für das Werksteam des Filterspezialisten Dexwet pilotieren wird.

„Ich kenne zwei der Mechaniker bereits sehr gut und deshalb fühle ich mich jetzt schon wie zuhause. Ich habe bereits meine Sitzprobe hinter mir und durfte den neuen Motor starten. Ich wollte gar nicht mehr aus ‚meinem‘ NASCAR-Boliden aussteigen.“ Im Jahr 2019 will Kunz in der Elite2 Division an der Spitze angreifen und nach dem Titel greifen. Er sagt: „Ich glaube daran, mit dexwet-df1 racing Siege feiern zu können. Der Chevrolet ist in einem optimalen Zustand und wird mir sicher gute Dienste verrichten. Mein Ziel ist es, die Elite2 Meisterschaft zu gewinnen. Das wollen das Team und ich schaffen und wir werden alles geben, um dieses Ziel zu erreichen. Bereits nächste Woche beginnt für mich die Saison, denn es stehen die ersten Testtage an.“ Dass sich Kunz das Auto mit Lohr teilen wird, freue ihn ganz besonders. Er erklärt: „Ich werde sicher viel von Ellen lernen können. Sie hat so viel Erfahrung gesammelt und schon so viele Erfolge gefeiert. Ich freue mich aber auch, mit den anderen Fahrern zusammenzuarbeiten. Gemeinsam können wir viel erreichen.“

Dexwet-Motorsportchef Norbert Walchhofer kommentiert die Verpflichtung: „Das ganze Management freut sich, dass sich Justin für uns entschieden hat. Wir haben sein Talent sowie Potenzial erkannt und Großes mit ihm vor, weshalb wir einen langfristigen Vertrag geschlossen haben. Er hat jetzt einige Jahre in der NASCAR Whelen Euro Series verbracht und die Lehrjahre sind jetzt definitiv vorbei. Unser gemeinsames Ziel ist es, in der Saison 2019 die Meisterschaft in der Elite2 Division zu gewinnen. Das ganze Team wird Justin dabei helfen, sein volles Potenzial zu entfalten.“ Dem stimme auch Teamchef und Dexwet CEO Clemens Sparowitz zu.

Die NASCAR Whelen Euro Series startet am 13. und 14. April im spanischen Valencia in die neue Saison. Anschließend gastiert der europäische NASCAR-Ableger in Italien, Großbritannien, Tschechien und den Niederlanden. Das Halbfinale findet am 21. und 22. September in Hockenheim statt. Die Entscheidung fällt am 5. und 6. Oktober im belgischen Zolder, wo traditionell das Finale ausgetragen wird.

 

Nach dem sagenhaften Ergebnis auf dem Tours Speedway, wo Kunz sein allererstes Top 3-Ergebnis erzielte, wird er nun NASCAR-Geschichte schreiben: Am 26. August wird Justin Kunz im kanadischen Carlington am Rennen der amerikanischen Truck-Serie (dem Chevrolet Silverado 250 im Canadian Tire Motorsport Park) teilnehmen. Damit ist der 21-Jährige nach Alexander Müller erst der zweite Deutsche, der ein Rennen in der 3. NASCAR-Liga bestreiten wird.

„Es ist ein Traum, der für mich in Erfüllung geht. Ein unbeschreibliches Gefühl, dass es jetzt wirklich stattfindet. Ich habe seit Tagen ein Dauergrinsen im Gesicht“ so der strahlende Newcomer. Er wird am Steuer des zweiten Chevrolet Silverados (Startnummer #0) von Jennifer Jo Cobb Racing sitzen wird.

Überhaupt möglich gemacht wurde der Start nicht nur durch Spenden- und Sponsorengelder aus dem Umfeld von Kunz, sondern auch durch Teambesitzerin Cobb selbst. Kunz erklärt: “ Es ist einfach nur unglaublich. Ich werde alles geben, um so weit wie möglich nach vorne zu fahren. Jennifer glaubt an mich und will mir diesen Traum erfüllen. Ich danke ihr und all meinen Unterstützern, die mir auf dieser tollen Reise helfen“.

Cobb, die ebenfalls am Rennen teilnehmen wird, scherzt im Vorfeld: „Meine größte Herausforderung wird es sein, Justin zu erklären, wie teuer unsere Karosserieteile sind, selbst wenn sie nur minimal beschädigt werden“. Die 45-jährige Amerikanerin aus Kansas City hat in den vergangenen 17 Jahren 164 Truck-Rennen bestritten. Kunz habe „auf und abseits der Strecke alles“, um in Mosport erfolgreich zu sein. „Würde ich nicht an ihn glauben, hätte ich ihn nicht zu diesem Rennen eingeladen.“

Kunz wird schon eine Woche vor dem Rennen zur Sitzprobe in die USA reisen. Er freut sich auf die Tage, die er vor dem Rennen mit Cobb und ihrem Truck-Team verbringen wird. „Ich werde ganz ohne Druck starten und versuchen, das Beste aus dieser Möglichkeit zu machen. Mir ist es auch wichtig, dort Kontakte zu knüpfen, um etwas Größeres aufzubauen.“

Der Deutsche wandelt nun auf den Pfaden seiner Euro-NASCAR-Kollegen, die es ebenfalls aus Europa in die USA geschafft haben. Während Alon Day sowohl im NASCAR-Cup als auch in der Tuck- und Xfinity-Serie Gaststarts absolviert hat nahmen Anthony Kumpen und Anthony Gandon an Rennen der Xfinity-Serie teil. Kunz ist damit der vierte Pilot der NASCAR-Euroserie, der einen Start in einen der drei großen NASCAR-Ligen hinlegen wird. Aktuell startet Kunz für Racing Total in der NASCAR-Euroserie, wo er sowohl in der ELITE-1- als auch ELITE-2-Meisterschaft teilnimmt. Derzeit ist er 15. in der NASCAR Euro ELITE 1 Division und 11. in der ELITE 2 Division.

Justin Kunz mit Jennifer Jo Cobb (Foto©NASCAR Whelen Euro Series/Stephane Azemard)