19. September 2017

Franciacorta 2017

EuroNASCAR Halbfinale 2017 in Franciacorta

Der europäische NASCAR-Ableger ist auf der italienischen Strecke von Franciacorta am vergangenen Wochenende in die Playoffs gestartet. Bei den Semi-Finals gab es erstmals in dieser Saison doppelte Punkte. Dabei machte sich auch unser deutscher Fahrer in der Serie große Hoffnungen.

Justin Kunz hatte hier Anfang September bereits mit seiner Mannschaft von PK Carsport getestet und ging daher gestärkt in das vorletzte Wochenende der Saison 2017. Das machte sich schon in den freien Trainings bemerkbar. Nach dem siebten Rang zum Auftakt schob er sich auf den dritten Platz im zweiten freien Training und war vor dem Qualifying voller Zuversicht.

Die 2,5 km lange Strecke in Franciacorta ist technisch sehr anspruchsvoll, vor allem für die Euro-NASCAR V8-Boliden. In Sachen Setup muss man hier einen Kompromiss finden, um in den engen Ecken und Schikanen des Kurses nicht zu viel Zeit zu verlieren. Doch Kunz kam ordentlich mit der Strecke und seiner Nr. #11 zurecht, so dass er eine Podiumsplatzierung ins Visier nahm.

Zur Zeitenjagd am Samstagmorgen hatte dann aber der Himmel seine Pforten geöffnet und die Hoffnungen auf ein gutes Resultat bekamen einen ersten Dämpfer. Zuerst waren die Fahrer der ELITE1 mit den Boliden auf der Strecke. Da die Teamkollegen des jungen Deutschen lange auf der Piste blieben und erst spät an die Box zum Fahrerwechsel kamen, musste sich der jungen Deutsche am Ende des Feldes einreihen, um eine gute Zeit zu setzen.

Während die ersten Startplätze an die Fahrer gingen, die früh vorneweg fahren konnte, musste Kunz erstmal durch einiges an Verkehr kommen, bevor er kurz vor Ende überhaupt eine passable Zeit setzen konnte. Mit dieser schrammte er knapp an den Top 12 vorbei, die danach in der Superpole die besten Plätze ausfuhren. Kunz musste sich in der Startaufstellung mit Rang 13 begnügen und sein Unterfangen wurde nun natürlich immens schwer, da Überholen auf dieser engen Piste nicht gerade an der Tagesordnung ist.

EuroNASCAR 2017

Rennfrust trotz guter Leistung

Im Gerangel im Mittelfeld beim Rennstart, bei dem es im Feld reichlich unruhig zuging, fiel Kunz zurück auf den 18. Rang. Der Zug nach vorne war da schon längst abgefahren, doch Kunz gab nicht auf. Sukzessive machte er Boden gut, schnappte sich einen Kontrahenten nach dem anderen und lag im Ziel sogar unter den ersten Sechs. Das auch noch mit leicht ramponierter Front, denn als ein langsames Fahrzeug zunächst die Ideallinie freigab und dann aber die Tür wieder schloss, kam es zur Kollision.

Doch auch mit leicht verbogener Front ging der Weg für Kunz weiter nach vorne. Die Freude über die Aufholjagd nahm am späten Abend jedoch ein jähes Ende, als man ihm von Seiten der Rennleitung noch eine 30 Sekunden-Zeitstrafe für eine Berührung in der Startphase aufbrummte.

Kontakt bleibt in der EuroNASCAR nicht aus, von daher war die Entscheidung der Rennkommissare schon überraschend, auch zahlreiche andere Piloten waren betroffen. Von daher konnte Kunz bereinigt am Ende mit dem 9. Rang noch zufrieden sein.

Deutlich ruhiger ging es im Sonntagsrennen dann zu. Schnell hatten sich die ersten Zehn nach dem Start abgesetzt, während Justin Kunz noch mit den Gegnern um sich herum beschäftigt war. Doch mit zunehmender Renndauer kam er immer besser in Fahrt und ging an einigen Konkurrenten vorbei. So kam er diesmal aus dem Mittelfeld erneut auf Rang 9 ins Ziel, was die Rundenzeiten angeht lag er gegen Rennende immer in den Top 5.

Am Wochenende in Italien wäre für Justin Kunz ohne Zweifel mehr drin gewesen, dennoch macht er in der Gesamtwertung jetzt einen Sprung auf Platz 7. Im Oktober im belgischen Zolder gilt es für den Youngster beim Saisonfinale, noch ein gutes Resultat einzufahren und vielleicht unter die ersten Fünf in der Meisterschaft vorzustoßen.

Quelle Text:  racing14.de Copyright Bilder ©NASCAR Whelen Euro Series/Stephane Azemard

5. August 2017

Grid Hockenheim EuroNASCAR

Euro NASCAR in Hockenheim – Das Rennwochenende von Justin Kunz

Unser deutscher Nachwuchsfahrer im europäischen NASCAR-Ableger, Justin Kunz, erlebte ein schwieriges Wochenende bei seinem Heimspiel auf dem Hockenheimring. Nervös, aber hoffnungsvoll und voller Vorfreude ging der 20-jährige aus dem badischen Appenweier in die ersten Trainings am Steuer seines Chevrolets mit der Startnummer #11 von PK Carsport.

Der Hockenheimring ist einer der weniger Kurse, auf dem er bereits über Erfahrung verfügt. In der Vergangenheit konnte er an gleicher Stelle in der AvD SportsCar Challenge schon seine Schnelligkeit unter Beweis stellen. Allerdings musste auch Kunz sich an die Besonderheiten der Streckenvariante vom Wochenende im badischen Motodrom gewöhnen.

Man fuhr die IDM-Motorrad-Variante, in der es bereits vor der Spitzkehre eine Abkürzung Richtung Mercedes-Tribüne gibt. Diese Ecke hatte es in sich für die V8-Boliden, eine Bodenwelle machte diese Passage nicht wirklich zur Lieblingsstelle der Fahrer. Im ersten freien Training landete Kunz auf Rang 8, nachdem er sich eingeschossen hatte, steigerte er sich in der zweiten Trainings-Session um eine gute Sekunde und landete auf Rang 4.

Am Samstagmorgen stand bei besten äußeren Bedingungen das Qualifying auf dem Programm, doch Kunz blieb an diesem Morgen das Pech an den Fersen kleben. Erst durch gelbe Flaggen auf einer schnellen Runde eingebremst, danach wurde die Zeit knapp und der Deutsche konnte seinen #11er-Chevrolet in der Sachs-Kurve nicht mehr abfangen und musste durchs Kiesbett. Damit verpasste er die Superpole und musste sich mit Startplatz 14 begnügen – der Youngster war sichtlich unzufrieden.

Motodrom

American Fan Fest Hockenheim für Justin Kunz – unter die Top 6 und unbelohnte Leistung

Im ersten Rennen stand also Schadensbegrenzung von dieser Postion aus an, zumindest das gelang Kunz dann auch. Sukzessive arbeitete er sich nach vorne und konnte den ersten Lauf auf Rang 6 beenden – mehr war an diesem Tag einfach nicht drin. Kunz hatte sich für das letzte Rennen vor der Sommerpause am Sonntag einiges vorgenommen, dieses Mal nahm er von Startplatz 11 das Rennen aus in Angriff.

Angriff war das Stichwort und so machte sich der Youngster zügig auf den Weg nach vorne, allerdings wurde dieses Vorhaben jäh durch die Rennleitung beendet. Der Deutsche erhielt eine Durchfahrtsstrafe, da er sich beim fliegenden Start zu früh aus seiner Grid-Position geschoben haben soll. Er selber empfand den Start als optimal – davon hatte er zudem in der ersten Kurve des Hockenheimrings keinerlei Vorteil, als er sich eingeklemmt sah und die Konkurrenten ziehen lassen musste. Beim Startprozedere geht es um Hundertstelsekunden, diese Entscheidung war eine von mehreren fragwürdigen der Rennleitung an diesem Rennwochenende.

Letztlich blieb ihm aber nur der Weg in die Box, um seine Strafe abzusitzen. Und wenn es schon mal nicht läuft, kommt auch noch Pech dazu. Die Geschwindigkeitsanzeige im Cockpit passte zwar, als er mit geringer Geschwindigkeit durch die Boxengasse fuhr, anscheinend funktionierte diese aber nicht ordnungsgemäß, so dass er hier zu schnell unterwegs war – die Folge: Die nächste Boxendurchfahrt kurz danach aufgrund überhöhter Geschwindigkeit in der Box. Zum Rennende gab Kunz nochmal alles und schnappte sich noch zwei Konkurrenten. Trotz des unglücklichen Rennens war man beim Team von PK Carsport mit dem Deutschen zufrieden – die Zeiten am Sonntag passten und der Youngster hätte unter normalen Umständen ganz vorne mitgespielt.

Dennoch freute sich Justin Kunz über das Rennwochenende der EuroNASCAR in Hockenheim. Viele Fans schauten beim jungen Deutschen vorbei, der bei seinem Heimspiel deutlich mehr im Fokus stand als sonst. Kunz blickt jedenfalls schon wieder nach vorne. Bevor es Mitte September ins italienische Franciacorta geht, wird er mit seiner Mannschaft von PK Carsport noch auf dem neuen Kurs im Kalender testen. In Italien soll dann der Knoten platzen – Justin Kunz hat das Podium weiter fest im Visier.

NASCAR Hockenheim

PS: Der SWR war übrigens auch vor Ort und hat dem jungen Nachwuchsfahrer bei seinem Rennwochenende über die Schulter gesehen – wer den Bericht rund um Justin Kunz und das 1. American Fan Fest auf dem Hockenheimring sehen will, der kann das unter folgenden Links tun:

SWR Aktuell Sendung vom Freitag, 28.07.2017, ab Minute 18:18

SWR Aktuell Sendung vom Sonntag, 30.07.2017, ab Minute 6:39

Hinweis: Die Berichte sind nur ca. eine Woche online: Es gibt dort aber auch die Möglichkeit, die Clips für private Zwecke herunterzuladen.

Quelle Text und Copyright Bilder: racing14.de

20. July 2017

justin-kunz.de ist online. Nach und nach werden wir die Seite mit Inhalt füllen. Demnächst gibt es hier alle Infos rund um die Karriere von Justin Kunz, der 2017 in sein zweites Jahr im europäischen NASCAR-Ableger geht. In der NASCAR Whelen Euro Series gibt Justin Gas für das belgische Team von PK Carsport. Also, Stay tuned und Keep Racing!

Justin Kunz – Deutscher Nachwuchs im Oval des Raceway Venray

Für den deutschen Youngster aus der NASCAR Whelen Euro Series, Justin Kunz, ging es am vergangenen Wochenende zum zweiten Mal in seiner Laufbahn im europäischen NASCAR-Ableger auf das Oval des Raceway Venray. Die Voraussetzungen waren hier nicht gerade die einfachsten. Kunz kam letztes Jahr bei seinem Debüt auf der halben Meile kaum zum Fahren und konnte nur wenige Runden drehen.

Nachdem er im Vorjahr ein kurzes Gastspiel in der hier ansässigen LMV8-Serie geben konnte, kehrte er nun nach langer Zeit wieder auf den in Europa einmaligen Ovalkurs zurück. Während die Rookies, die sich zum ersten Mal hier einfanden, ein wenig extra Training bekamen, musste der Deutsche bis zum Samstag warten, ehe er wieder in seinen Chevrolet mit der Startnummer #11 klettern durfte.

Der Zeitplan des Rennwochenendes wurde im Gegensatz zur Vergangenheit komprimiert und so galt es zunächst, sich im freien Training wieder auf den V8-Boliden einzustellen und vor allem natürlich auf die Besonderheiten des Ovals. Dass Kunz enorme Fortschritte im Vergleich zum Vorjahr trotz der wenigen Kilometer im Oval gemacht hat, zeigte der 20-jährige aus dem badischen Appenweier dann in der Qualifikation. Startplatz 5 war ein erstes Ausrufezeichen, der Abstand nach vorne war gering, so dass der Deutsche schon am Podium schnupperte.

EuroNASCAR Venray – Ovale Erfahrungen

Die Besonderheiten des Halbmeilenovals wussten dies jedoch leider für ihn zu verhindert. Maßgeblich dazu trug aber auch der hinter ihm startende Thomas Ferrando bei. Der Franzose in der Startnummer #37 von Knauf Racing, bereits mit reichlich Euro NASCAR-Erfahrung unterwegs, nahm das Heck des PK Carsport-Chevys von Kunz ein paar Mal ins Visier, mit der Folge, dass der junge Deutsche den Franzosen ziehen lassen musste.

Kunz ließ sich durch den Platzverlust nicht entmutigen und griff weiter an, doch der Raceway Venray ist für die Boliden der EuroNASCAR ein äußerst schwieriges Pflaster zum Überholen. Das bekam auch Justin Kunz zu spüren, der auf der mittleren Spur der Rennstrecke immer wieder den ein oder anderen Angriff setzte.

Doch bei den Rennen in Venray gelang dies kaum einem Piloten – die äußere Linie war meist einfach schneller. So sah er sich bedingt durch seine eigenen Angriffe plötzlich in der schlechtern Ausgangslage und musste noch weitere Plätze abgeben – am Ende war der schnelle NASCAR-Nachwuchs aus Deutschland sichtlich frustriert mit Platz 9, mangelnde Schnelligkeit oder Angriffslust konnte man ihn an diesem Tag aber nicht vorwerfen.

Für den zweiten Lauf ging Kunz dann von Rang 9 ins Rennen, doch auch an diesem Tag sollte ihm die halbe Meile kein Glück bringen. Beim Versuch, die Startnummer #7 innen zu überholen, verlor der PK-Carsport-Fahrer deutlich an Schwung und auch Plätze – dazu war der Zug nach vorne bereits ohne ihn abgefahren. So musste er sich am Ende abermals mit einem 9. Platz zufriedengeben, ein wenig gefrustet, denn an diesem Wochenende war sichtlich mehr drin. Doch das Oval hat seine eigenen Gesetze – Justin Kunz legt jetzt sein ganzes Augenmerk auf sein Heimspiel auf dem Hockenheimring Ende Juli. In diesem Sinne, Keep Racing!

Quelle Text: racing14.de

Justin Kunz beim American Speedfest – Der Speed ist da

Seit Valencia saß der deutsche Nachwuchsrennfahrer Justin Kunz nicht mehr im Rennboliden – weder im EuroNASCAR, noch in einem anderen Wagen. Daher galt es für den 19-jährigen aus dem badischen Appenweier in den ersten freien Trainings des europäischen NASCAR Ablegers vor allem darum, wieder in Schuss zu kommen. Die Pause seit dem Saisonauftakt tat der Schnelligkeit des Deutschen aber keinen Abbruch.

Kunz spulte problemlos 24 Runden ab, die ihn auf Platz 11 brachten. Am Nachmittag pulverisierte er dann seine Rundenzeit um über eine Sekunde und konnte sich als 5. ganz vorne einreihen. Danach ging es am Samstagmorgen in die Qualifikation. Seine Zeit war gut für den 6. Rang, was ihn locker in das kurze Superpole-Shootout der Top 12 bugsierte.

In der kurzen Session, in der es um die Startplätze ging, holte er sich den 5. Startplatz und zeigte erneut, dass er bei der Musik war. Seine beste Rundenzeit des Rennwochenendes lieferte er pünktlich in den letzten Sekunden der Superpole ab und konnte deutlich die 50-Sekunden Marke mit einer Zeit von 49,676 knacken. Das hätte ihn selbst bei der ELITE1-Meisterschaft in eine gute Ausgangslage versetzt, so dass er damit mehr als zufrieden sein konnte. Das Podium war das auserkorene Ziel für das erste Rennen der ELITE2-Meisterschaft, doch manchmal kommt es halt anders, als man denkt.

Die Rennen in Brands Hatch – „Character building“

Als das Rennen der Nachwuchsmeisterschaft freigegeben wurde, stürmten die V8-Boliden durch die erste Kurve in Brands Hatch – die berühmte Paddock Hill-Bend. Kunz konnte seine Position halten, als vor ihm DF1-Pilot Dreszer den Franzosen Ulysse Delsaux leicht touchierte. Delsaux konnte seinen Ford Mustang mit der #3 nicht halten und drehte sich – um Haaresbreite konnte der Deutsche noch ausweichen.

Bei der Anfahrt zur Druids-Kurve setzte er seinen PK Carsport-Chevrolet mit der Startnummer #11 vorbei an Dreszer auf die dritte Position und machte sich auf die Verfolgung des Führungs-Duos. Bei der Anfahrt zur Ziel-Eingangskurve erwischte es dann aber leider Kunz, als er eine noch rutschige Stelle auf dem Asphalt traf, die vorher mit Bindemittel behandelt worden war – im Rahmenprogramm war hier an einem Fahrzeug Öl ausgetreten.

Da dies noch alles im Laufe der ersten Runde ablief, musste Kunz das ganze Feld passieren lassen. In einer späteren Safety Car-Phase holte das belgische Team den jungen Deutschen an die Box, um kurz den Kühler zu prüfen. Nach dem Restart konnte er sich immerhin wieder bis auf Platz 14 nach vorne arbeiten – auch wenn an diesem Tag sicher mehr drin gewesen wäre. Zudem war eine gute Rundenzeit beim Verkehr im Mittelfeld kaum möglich, daher musste er sich für das Sonntagsrennen ebenfalls mit Startplatz 14 begnügen.

Vor dem abschließenden Rennen des Wochenendes bekam allerdings sein Team von PK Carsport nach dem ELITE1-Rennen noch ordentlich Arbeit. Stienes Longin wurde mit der #11 in eine Kollision verwickelt und die Mannschaft musste dem Chevy u.a. eine neue Front verpassen. Das Fahrverhalten war fortan alles andere als optimal, aber Kunz konnte zumindest im Rennen antreten.

Ein guter Start brachte ihn schnell auf Rang 9 nach vorne, allerdings konnte er mit seinem Chevy die Zeiten des Vortages nicht mehr auf den Asphalt bringen. Kunz berichtete über extremes Übersteuern am V8-Boliden, daher musste er sich am Ende mit Platz 12 begnügen – die Engländer umschreiben solch ein Rennwochenende auch gerne mit: Character buildung – Was bleibt ist die Gewissheit, dass der Speed da ist und er vorne mithalten kann. Zudem hat er wertvolle Punkte retten können und mit aktuell Platz 7 in der Gesamtwertung ist noch nichts verloren. Nächster Halt für den jungen Deutschen ist nun das Oval des Raceway Venray Mitte Juli – In diesem Sinne, Keep Racing!

Quelle Text: racing14.de

15. April 2017

Saisonauftakt der NASCAR Whelen Euro Series – Justin Kunz in Valencia

Der deutsche Nachwuchspilot Justin Kunz ging am letzten Wochenende in seine zweite Saison im europäischen Nascar-Ableger. Mit dem Meisterteam aus Belgien rund um den amtierenden Champion Anthony Kumpen sind die Voraussetzungen in diesem Jahr mehr als gut für den Youngster.

Am Donnerstag konnte Kunz seine ersten Runden im Boliden mit der Startnummer #11  drehen und sich wieder an den V8-Chevrolet gewöhnen. Im Renneinsatz war er zuletzt im Oktober beim Saisonfinale 2016, ein Test in Zolder vor dem Auftakt in Valencia war seitdem das einzige Mal, dass er hinter dem Steuer des über 400 PS starken Boliden sitzen konnte.

Von daher galt es erst einmal wieder in Tritt zu kommen und den Winterrost abzuschütteln. Sowohl am Donnerstag bei den Testfahrten auf der Strecke des Circuit Ricardo Tormo, als auch am Freitag in den freien Trainings, spulte Kunz problemlos seine Runden ab – immer im Wechsel mit Teamkollege Stienes Longin, der den Wagen in der ELITE1-Meisterschaft bewegt, während der Deutsche in der ELITE2-Nachwuchsmeisterschaft am Start ist.

Nach und nach fielen dabei die Rundenzeiten, weder technische Gebrechen noch Fahrfehler gab es zu beanstanden, so konnte Kunz optimistisch in den Kampf um die Startplätze gehen.

Qualifying – Superpole

Pünktlich zum sehr kurzen Qualifying am Samstagvormittag lieferte Justin Kunz dann auch seine besten Runden ab. Die Superpole, in der die 12 schnellsten Fahrer nochmals 5 Minuten die Startaufstellung unter sich ausmachen, erreichte er spielend.

Auf der 4,005 Kilometer langen Strecke reichte es dann letztlich für den 7. Startplatz, bei PK Carsport war man mit dem Neuzugang mehr als zufrieden.

Rennen 1

Bis zum späten Samstagnachmittag musste Justin Kunz warten, um endlich die ersten Rennkilometer des Jahres abspulen zu können. Im Fahrerbriefing wurde vor dem Auftaktrennen gezielt darauf hingewiesen, beim fliegenden Start nicht zu früh aufs Gas zu gehen. Die Praxis sieht hier meist nur etwas anders aus, da machte auch das erste Rennen in Valencia keine Ausnahme.

Kunz hielt sich an die Vorgabe, war daher beim ersten Start des Jahres gegenüber der Konkurrenz etwas spät dran und anstatt den Fokus auf die Boliden vor sich legen zu können, musste er sich den ein oder anderen Gegner vom Leib halten, der hinter ihm aufkam.

Das gelang ihm schließlich auch mit Bravour, nach vorne jedoch war die Lücke im 16 Runden andauernden Rennen schon zu groß geworden, als dass er aus eigener Kraft noch etwas hätte erreichen können. So blieb es beim Debüt im PK Carsport-Boliden bei Rang 7 – ein guter Einstand, auch wenn der Youngster nach dem Rennen mit sich nicht ganz zufrieden war, er fand nach eigener Aussage keinen richtigen Rhythmus.

Sein spätes Überholmanöver gegen den Brasilianer Marconi Abreu im Wagen mit der #47 zeigte aber sein Können erneut auf – vor Kurve 2 ging er blitzsauber am Toyota Camry von RDV Competition vorbei. Ein sauberes Rennen von Kunz, sehr zum Gefallen der Mannschaft von PK Carsport auf der anderen Seite der Boxenmauer.

Rennen 2

Beim zweiten Rennen am Sonntagvormittag nahm Justin Kunz auf Startplatz 8 Aufstellung. Die Reihenfolge hier richtet sich nach den schnellsten Rennrunden vom Vortag. Diesmal erwischte er einen sehr guten Start und lag bereits leicht vor seinem Vordermann, dem Polen Maciej Dreszer. Auf der Außenbahn vor der ersten Kurve gelegen musste er allerdings zurückstecken und sich dahinter einordnen.

Zu Beginn des Rennens blieb er in Schlagdistanz zum Führungstrupp, konnte hier aber nicht entscheidend eingreifen und konzentrierte sich daher am Ende darauf, die Verfolger hinter ihm in Schach zu halten und genügend Vorsprung aufzubauen. Am Ende kam er noch auf den 6. Rang nach vorne, so dass er in der Meisterschaft nun den gleichen Platz innehat und lediglich 16 Punkte hinter dem Führenden liegt.

Nächster Halt Brands Hatch

Justin Kunz stand beim Debüt für das Meisterteam sicherlich mehr unter Druck als sonst. Doch der junge Deutsche ging wohlüberlegt an seinen ersten Auftritt bei den Belgiern. Rennübersicht, wichtige Punkte, saubere Rennen, keine Schramme am #11er-Chevrolet, alle bei PK Carsport zeigten sich mit dem Neuzugang im Team mehr als zufrieden.

Quelle Text: racing14.de

Justin Kunz – Nascar Testfahrten in Zolder

Am zweiten Aprilwochenende beginnt die neue Saison der Nascar Whelen Euro Series. Für den Deutschen Justin Kunz geht es dann in sein zweites Jahr in der europäischen Nascar-Serie. Nach einem gelungenen Einstand im Team von CAAL Racing letztes Jahr geht es für Kunz nun einen Schritt weiter. Mit dem Wechsel zum Meisterteam von PK Carsport hat der 19-Jährige im 2. Jahr in der Rennserie gute Voraussetzungen, um näher an die Spitze in der ELITE2-Meisterschaft heranzukommen.

Auf dem Circuit Zolder trat das Fahrerquartett des belgischen Teams jetzt an, um die komplett neuen EuroNascar-Boliden zu testen und den Rost des Winters abzuschütteln. Anthony Kumpen und Stienes Longin hatten es da etwas einfacher, beide waren bereits in den USA im Einsatz. Kumpen absolvierte seinen ersten NASCAR Xfinity-Start des Jahres in Daytona, während der Sohn von Bert Longin im Pro Late Model erste Ovalerfahrungen auf dem New Smyrna Speedway machte.

Neben Justin Kunz wird der Belgier Guillaume Dumarey in der ELITE2 an den Start gehen, der Belgier kommt aus dem nationalen BMW M235i Racing Cup. Während Kumpen und Longin sich schnell wieder mit dem Wagen vertraut machen konnten und Dumarey bereits seine zweite Testfahrt absolvierte, galt es für Justin Kunz vornehmlich darum, wieder in den NASCAR-Tritt zu kommen. Der Deutsche hatte letztmalig vergangenen Oktober im Rennfahrzeug Platz genommen im Rahmen des Saisonfinales. Seitdem hieß es für Kunz Rennpause, doch der Youngster kam schnell wieder in Schwung.

PK Carsport – Nascar Whelen Euro Series bei den Meistern

Daten sammeln und Runden drehen, das war der Schwerpunkt der am Donnerstag stattfindenden Testfahrten, Zeitenjagd war nicht angesagt. Zudem probierte man bei PK Carsport einige Einstellungen am Fahrzeug aus. Im Team fühlte sich Kunz jedenfalls bereits jetzt mehr als gut aufgenommen, die Chemie stimmt zwischen den Belgiern und dem Deutschen.

Anthony Kumpen stand zudem hin und wieder mit Tipps zur Seite und war auch selber mit den Testfahrten mehr als zufrieden. Bedingt durch andere Teilnehmer wie beispielsweise einen Formula Renault 3.5, Lamborghini Huracán oder einige Prototypen war es nur häufig schwer, eine freie Runde zu absolvieren. Die neuen Boliden der Belgier zeigten sich noch ganz in schwarz, wobei das Design bereits präsentiert wurde. Auf der Strecke wird man es allerdings erst beim Auftakt in Valencia sehen.

Kurz nach 17 Uhr stellte Justin Kunz dann sein neues Gefährt in der Box ab und beendete die erste EuroNascar-Ausfahrt des Jahres. Die Arbeitsweise des Teams rund um Anthony Kumpen hat den jungen Deutschen schon jetzt beeindruckt. Gemeinsam mit Stienes Longin geht es nun bald in Spanien um die ersten Punkte des Wagens mit der Startnummer #11. Vor dem Rennwochenende wird Justin Kunz den Wagen dann nochmals am Donnerstag um den Kurs bewegen können.

Vor den Testfahrten gab es für Kunz noch einen Besuch beim Teamsitz in Hasselt zur Sitzanpassung. Auch hier zeigte sich bereits die Professionalität der amtierenden Meister, so dass es der Youngster kaum erwarten kann, gemeinsam mit seiner neuen Mannschaft das Projekt Nascar Whelen Euro Series 2017 anzugehen. In diesem Sinne, Keep Racing!

Quelle Text: racing14.de