Justin Kunz beim American Speedfest – Der Speed ist da

Seit Valencia saß der deutsche Nachwuchsrennfahrer Justin Kunz nicht mehr im Rennboliden – weder im EuroNASCAR, noch in einem anderen Wagen. Daher galt es für den 19-jährigen aus dem badischen Appenweier in den ersten freien Trainings des europäischen NASCAR Ablegers vor allem darum, wieder in Schuss zu kommen. Die Pause seit dem Saisonauftakt tat der Schnelligkeit des Deutschen aber keinen Abbruch.

Kunz spulte problemlos 24 Runden ab, die ihn auf Platz 11 brachten. Am Nachmittag pulverisierte er dann seine Rundenzeit um über eine Sekunde und konnte sich als 5. ganz vorne einreihen. Danach ging es am Samstagmorgen in die Qualifikation. Seine Zeit war gut für den 6. Rang, was ihn locker in das kurze Superpole-Shootout der Top 12 bugsierte.

In der kurzen Session, in der es um die Startplätze ging, holte er sich den 5. Startplatz und zeigte erneut, dass er bei der Musik war. Seine beste Rundenzeit des Rennwochenendes lieferte er pünktlich in den letzten Sekunden der Superpole ab und konnte deutlich die 50-Sekunden Marke mit einer Zeit von 49,676 knacken. Das hätte ihn selbst bei der ELITE1-Meisterschaft in eine gute Ausgangslage versetzt, so dass er damit mehr als zufrieden sein konnte. Das Podium war das auserkorene Ziel für das erste Rennen der ELITE2-Meisterschaft, doch manchmal kommt es halt anders, als man denkt.

Die Rennen in Brands Hatch – „Character building“

Als das Rennen der Nachwuchsmeisterschaft freigegeben wurde, stürmten die V8-Boliden durch die erste Kurve in Brands Hatch – die berühmte Paddock Hill-Bend. Kunz konnte seine Position halten, als vor ihm DF1-Pilot Dreszer den Franzosen Ulysse Delsaux leicht touchierte. Delsaux konnte seinen Ford Mustang mit der #3 nicht halten und drehte sich – um Haaresbreite konnte der Deutsche noch ausweichen.

Bei der Anfahrt zur Druids-Kurve setzte er seinen PK Carsport-Chevrolet mit der Startnummer #11 vorbei an Dreszer auf die dritte Position und machte sich auf die Verfolgung des Führungs-Duos. Bei der Anfahrt zur Ziel-Eingangskurve erwischte es dann aber leider Kunz, als er eine noch rutschige Stelle auf dem Asphalt traf, die vorher mit Bindemittel behandelt worden war – im Rahmenprogramm war hier an einem Fahrzeug Öl ausgetreten.

Da dies noch alles im Laufe der ersten Runde ablief, musste Kunz das ganze Feld passieren lassen. In einer späteren Safety Car-Phase holte das belgische Team den jungen Deutschen an die Box, um kurz den Kühler zu prüfen. Nach dem Restart konnte er sich immerhin wieder bis auf Platz 14 nach vorne arbeiten – auch wenn an diesem Tag sicher mehr drin gewesen wäre. Zudem war eine gute Rundenzeit beim Verkehr im Mittelfeld kaum möglich, daher musste er sich für das Sonntagsrennen ebenfalls mit Startplatz 14 begnügen.

Vor dem abschließenden Rennen des Wochenendes bekam allerdings sein Team von PK Carsport nach dem ELITE1-Rennen noch ordentlich Arbeit. Stienes Longin wurde mit der #11 in eine Kollision verwickelt und die Mannschaft musste dem Chevy u.a. eine neue Front verpassen. Das Fahrverhalten war fortan alles andere als optimal, aber Kunz konnte zumindest im Rennen antreten.

Ein guter Start brachte ihn schnell auf Rang 9 nach vorne, allerdings konnte er mit seinem Chevy die Zeiten des Vortages nicht mehr auf den Asphalt bringen. Kunz berichtete über extremes Übersteuern am V8-Boliden, daher musste er sich am Ende mit Platz 12 begnügen – die Engländer umschreiben solch ein Rennwochenende auch gerne mit: Character buildung – Was bleibt ist die Gewissheit, dass der Speed da ist und er vorne mithalten kann. Zudem hat er wertvolle Punkte retten können und mit aktuell Platz 7 in der Gesamtwertung ist noch nichts verloren. Nächster Halt für den jungen Deutschen ist nun das Oval des Raceway Venray Mitte Juli – In diesem Sinne, Keep Racing!

Quelle Text: racing14.de

15. April 2017

Saisonauftakt der NASCAR Whelen Euro Series – Justin Kunz in Valencia

Der deutsche Nachwuchspilot Justin Kunz ging am letzten Wochenende in seine zweite Saison im europäischen Nascar-Ableger. Mit dem Meisterteam aus Belgien rund um den amtierenden Champion Anthony Kumpen sind die Voraussetzungen in diesem Jahr mehr als gut für den Youngster.

Am Donnerstag konnte Kunz seine ersten Runden im Boliden mit der Startnummer #11  drehen und sich wieder an den V8-Chevrolet gewöhnen. Im Renneinsatz war er zuletzt im Oktober beim Saisonfinale 2016, ein Test in Zolder vor dem Auftakt in Valencia war seitdem das einzige Mal, dass er hinter dem Steuer des über 400 PS starken Boliden sitzen konnte.

Von daher galt es erst einmal wieder in Tritt zu kommen und den Winterrost abzuschütteln. Sowohl am Donnerstag bei den Testfahrten auf der Strecke des Circuit Ricardo Tormo, als auch am Freitag in den freien Trainings, spulte Kunz problemlos seine Runden ab – immer im Wechsel mit Teamkollege Stienes Longin, der den Wagen in der ELITE1-Meisterschaft bewegt, während der Deutsche in der ELITE2-Nachwuchsmeisterschaft am Start ist.

Nach und nach fielen dabei die Rundenzeiten, weder technische Gebrechen noch Fahrfehler gab es zu beanstanden, so konnte Kunz optimistisch in den Kampf um die Startplätze gehen.

Qualifying – Superpole

Pünktlich zum sehr kurzen Qualifying am Samstagvormittag lieferte Justin Kunz dann auch seine besten Runden ab. Die Superpole, in der die 12 schnellsten Fahrer nochmals 5 Minuten die Startaufstellung unter sich ausmachen, erreichte er spielend.

Auf der 4,005 Kilometer langen Strecke reichte es dann letztlich für den 7. Startplatz, bei PK Carsport war man mit dem Neuzugang mehr als zufrieden.

Rennen 1

Bis zum späten Samstagnachmittag musste Justin Kunz warten, um endlich die ersten Rennkilometer des Jahres abspulen zu können. Im Fahrerbriefing wurde vor dem Auftaktrennen gezielt darauf hingewiesen, beim fliegenden Start nicht zu früh aufs Gas zu gehen. Die Praxis sieht hier meist nur etwas anders aus, da machte auch das erste Rennen in Valencia keine Ausnahme.

Kunz hielt sich an die Vorgabe, war daher beim ersten Start des Jahres gegenüber der Konkurrenz etwas spät dran und anstatt den Fokus auf die Boliden vor sich legen zu können, musste er sich den ein oder anderen Gegner vom Leib halten, der hinter ihm aufkam.

Das gelang ihm schließlich auch mit Bravour, nach vorne jedoch war die Lücke im 16 Runden andauernden Rennen schon zu groß geworden, als dass er aus eigener Kraft noch etwas hätte erreichen können. So blieb es beim Debüt im PK Carsport-Boliden bei Rang 7 – ein guter Einstand, auch wenn der Youngster nach dem Rennen mit sich nicht ganz zufrieden war, er fand nach eigener Aussage keinen richtigen Rhythmus.

Sein spätes Überholmanöver gegen den Brasilianer Marconi Abreu im Wagen mit der #47 zeigte aber sein Können erneut auf – vor Kurve 2 ging er blitzsauber am Toyota Camry von RDV Competition vorbei. Ein sauberes Rennen von Kunz, sehr zum Gefallen der Mannschaft von PK Carsport auf der anderen Seite der Boxenmauer.

Rennen 2

Beim zweiten Rennen am Sonntagvormittag nahm Justin Kunz auf Startplatz 8 Aufstellung. Die Reihenfolge hier richtet sich nach den schnellsten Rennrunden vom Vortag. Diesmal erwischte er einen sehr guten Start und lag bereits leicht vor seinem Vordermann, dem Polen Maciej Dreszer. Auf der Außenbahn vor der ersten Kurve gelegen musste er allerdings zurückstecken und sich dahinter einordnen.

Zu Beginn des Rennens blieb er in Schlagdistanz zum Führungstrupp, konnte hier aber nicht entscheidend eingreifen und konzentrierte sich daher am Ende darauf, die Verfolger hinter ihm in Schach zu halten und genügend Vorsprung aufzubauen. Am Ende kam er noch auf den 6. Rang nach vorne, so dass er in der Meisterschaft nun den gleichen Platz innehat und lediglich 16 Punkte hinter dem Führenden liegt.

Nächster Halt Brands Hatch

Justin Kunz stand beim Debüt für das Meisterteam sicherlich mehr unter Druck als sonst. Doch der junge Deutsche ging wohlüberlegt an seinen ersten Auftritt bei den Belgiern. Rennübersicht, wichtige Punkte, saubere Rennen, keine Schramme am #11er-Chevrolet, alle bei PK Carsport zeigten sich mit dem Neuzugang im Team mehr als zufrieden.

Quelle Text: racing14.de

Justin Kunz – Nascar Testfahrten in Zolder

Am zweiten Aprilwochenende beginnt die neue Saison der Nascar Whelen Euro Series. Für den Deutschen Justin Kunz geht es dann in sein zweites Jahr in der europäischen Nascar-Serie. Nach einem gelungenen Einstand im Team von CAAL Racing letztes Jahr geht es für Kunz nun einen Schritt weiter. Mit dem Wechsel zum Meisterteam von PK Carsport hat der 19-Jährige im 2. Jahr in der Rennserie gute Voraussetzungen, um näher an die Spitze in der ELITE2-Meisterschaft heranzukommen.

Auf dem Circuit Zolder trat das Fahrerquartett des belgischen Teams jetzt an, um die komplett neuen EuroNascar-Boliden zu testen und den Rost des Winters abzuschütteln. Anthony Kumpen und Stienes Longin hatten es da etwas einfacher, beide waren bereits in den USA im Einsatz. Kumpen absolvierte seinen ersten NASCAR Xfinity-Start des Jahres in Daytona, während der Sohn von Bert Longin im Pro Late Model erste Ovalerfahrungen auf dem New Smyrna Speedway machte.

Neben Justin Kunz wird der Belgier Guillaume Dumarey in der ELITE2 an den Start gehen, der Belgier kommt aus dem nationalen BMW M235i Racing Cup. Während Kumpen und Longin sich schnell wieder mit dem Wagen vertraut machen konnten und Dumarey bereits seine zweite Testfahrt absolvierte, galt es für Justin Kunz vornehmlich darum, wieder in den NASCAR-Tritt zu kommen. Der Deutsche hatte letztmalig vergangenen Oktober im Rennfahrzeug Platz genommen im Rahmen des Saisonfinales. Seitdem hieß es für Kunz Rennpause, doch der Youngster kam schnell wieder in Schwung.

PK Carsport – Nascar Whelen Euro Series bei den Meistern

Daten sammeln und Runden drehen, das war der Schwerpunkt der am Donnerstag stattfindenden Testfahrten, Zeitenjagd war nicht angesagt. Zudem probierte man bei PK Carsport einige Einstellungen am Fahrzeug aus. Im Team fühlte sich Kunz jedenfalls bereits jetzt mehr als gut aufgenommen, die Chemie stimmt zwischen den Belgiern und dem Deutschen.

Anthony Kumpen stand zudem hin und wieder mit Tipps zur Seite und war auch selber mit den Testfahrten mehr als zufrieden. Bedingt durch andere Teilnehmer wie beispielsweise einen Formula Renault 3.5, Lamborghini Huracán oder einige Prototypen war es nur häufig schwer, eine freie Runde zu absolvieren. Die neuen Boliden der Belgier zeigten sich noch ganz in schwarz, wobei das Design bereits präsentiert wurde. Auf der Strecke wird man es allerdings erst beim Auftakt in Valencia sehen.

Kurz nach 17 Uhr stellte Justin Kunz dann sein neues Gefährt in der Box ab und beendete die erste EuroNascar-Ausfahrt des Jahres. Die Arbeitsweise des Teams rund um Anthony Kumpen hat den jungen Deutschen schon jetzt beeindruckt. Gemeinsam mit Stienes Longin geht es nun bald in Spanien um die ersten Punkte des Wagens mit der Startnummer #11. Vor dem Rennwochenende wird Justin Kunz den Wagen dann nochmals am Donnerstag um den Kurs bewegen können.

Vor den Testfahrten gab es für Kunz noch einen Besuch beim Teamsitz in Hasselt zur Sitzanpassung. Auch hier zeigte sich bereits die Professionalität der amtierenden Meister, so dass es der Youngster kaum erwarten kann, gemeinsam mit seiner neuen Mannschaft das Projekt Nascar Whelen Euro Series 2017 anzugehen. In diesem Sinne, Keep Racing!

Quelle Text: racing14.de