19. August 2018

Nach dem sagenhaften Ergebnis auf dem Tours Speedway, wo Kunz sein allererstes Top 3-Ergebnis erzielte, wird er nun NASCAR-Geschichte schreiben: Am 26. August wird Justin Kunz im kanadischen Carlington am Rennen der amerikanischen Truck-Serie (dem Chevrolet Silverado 250 im Canadian Tire Motorsport Park) teilnehmen. Damit ist der 21-Jährige nach Alexander Müller erst der zweite Deutsche, der ein Rennen in der 3. NASCAR-Liga bestreiten wird.

„Es ist ein Traum, der für mich in Erfüllung geht. Ein unbeschreibliches Gefühl, dass es jetzt wirklich stattfindet. Ich habe seit Tagen ein Dauergrinsen im Gesicht“ so der strahlende Newcomer. Er wird am Steuer des zweiten Chevrolet Silverados (Startnummer #0) von Jennifer Jo Cobb Racing sitzen wird.

Überhaupt möglich gemacht wurde der Start nicht nur durch Spenden- und Sponsorengelder aus dem Umfeld von Kunz, sondern auch durch Teambesitzerin Cobb selbst. Kunz erklärt: “ Es ist einfach nur unglaublich. Ich werde alles geben, um so weit wie möglich nach vorne zu fahren. Jennifer glaubt an mich und will mir diesen Traum erfüllen. Ich danke ihr und all meinen Unterstützern, die mir auf dieser tollen Reise helfen“.

Cobb, die ebenfalls am Rennen teilnehmen wird, scherzt im Vorfeld: „Meine größte Herausforderung wird es sein, Justin zu erklären, wie teuer unsere Karosserieteile sind, selbst wenn sie nur minimal beschädigt werden“. Die 45-jährige Amerikanerin aus Kansas City hat in den vergangenen 17 Jahren 164 Truck-Rennen bestritten. Kunz habe „auf und abseits der Strecke alles“, um in Mosport erfolgreich zu sein. „Würde ich nicht an ihn glauben, hätte ich ihn nicht zu diesem Rennen eingeladen.“

Kunz wird schon eine Woche vor dem Rennen zur Sitzprobe in die USA reisen. Er freut sich auf die Tage, die er vor dem Rennen mit Cobb und ihrem Truck-Team verbringen wird. „Ich werde ganz ohne Druck starten und versuchen, das Beste aus dieser Möglichkeit zu machen. Mir ist es auch wichtig, dort Kontakte zu knüpfen, um etwas Größeres aufzubauen.“

Der Deutsche wandelt nun auf den Pfaden seiner Euro-NASCAR-Kollegen, die es ebenfalls aus Europa in die USA geschafft haben. Während Alon Day sowohl im NASCAR-Cup als auch in der Tuck- und Xfinity-Serie Gaststarts absolviert hat nahmen Anthony Kumpen und Anthony Gandon an Rennen der Xfinity-Serie teil. Kunz ist damit der vierte Pilot der NASCAR-Euroserie, der einen Start in einen der drei großen NASCAR-Ligen hinlegen wird. Aktuell startet Kunz für Racing Total in der NASCAR-Euroserie, wo er sowohl in der ELITE-1- als auch ELITE-2-Meisterschaft teilnimmt. Derzeit ist er 15. in der NASCAR Euro ELITE 1 Division und 11. in der ELITE 2 Division.

Justin Kunz mit Jennifer Jo Cobb (Foto©NASCAR Whelen Euro Series/Stephane Azemard)
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