26. Mai 2018

Am vergangenen Pfingstwochenende ging es im Autodromo di Franciacorta in Italien für Justin Kunz ums Ganze: er durfte in beiden Klassen an den Start gehen. Das bedeutete, dass er zwei Rennen in der Elite 1 (Profis) und zwei Rennen in der Elite 2 (Nachwuchs) zu meistern hatte.

Zunächst hätte dieses Wochenende nicht besser beginnen können, denn die schnellste Trainingsrunde ging auf das Konto von Kunz. Der Plan für das weitere Qualifying stand also fest: nämlich das zu wiederholen, was man am Vortag geschafft hatte. Die Priorität lag auf der Elite 2; dies bedeutete, dass man im Elite 1 Qualifying die guten Reifen „sparen“ wollte und deshalb nur von Platz 19 startete. Um im nur 8 Minuten dauernden Elite 2 Qualifying eine möglichst freie Runde zu erwischen, fuhr Kunz als Erster aus der Box. Wieder auf Start bzw. Ziel angekommen fuhren – bedingt durch eine Verzögerung – immer noch die letzten Fahrer aus der Boxengasse, sodass Kunz langsameren Verkehr vor sich hatte und die guten Reifen nicht voll ausschöpften konnte. So wurde es nur Startplatz 10.

Das Samstagsrennen der Elite 1 begann mit einem Kontakt gleich in der Startphase, wodurch der Ford Mustang von Justin umgedreht und der vordere linke Reifen beschädigt wurde. Glücklicherweise hat der Reifen jedoch noch bis zum Schluss gehalten. Am Ende des Feldes ging es weiter für den Appenweierer, der noch auf Position 13 landete. Das Elite 2 Rennen am Samstagnachmittag lief ohne große Vorkommnisse ab, Kunz wurde 8.

Am Sonntagmorgen ging es für Kunz in das zweite Rennen der Elite 2. Der Start verlief soweit reibungslos, aber das Unglück sollte erst in Kurve drei seinen Lauf nehmen: Um einem querstehenden Fahrzeug auszuweichen kam das gesamte Feld sehr eng zusammen; somit bescherte ein Hintermann Kunz einen platten Hinterreifen. So musste die #46 für einen Radwechsel an die Box und war am Ende des Feldes. Was dann kam, war eine Aufholjagd bis auf Position 7. Das darauf folgende Elite 1 Rennen musste Kunz am Sonntag aufgrund der limitierten Reifenanzahl und der zwei Reifenschäden mit zwei älteren Slicks bestreiten. Da Kunz bedingt durch die älteren Reifen mit weniger Grip zu kämpfen hatte, sah er erneut die karierte Flagge als Nummer 13.

„Wenn du mit einem Reifenschaden zur Box musst, hast du hier schon so gut wie verloren. Die Jungs von meiner Mannschaft haben aber einen klasse Job gemacht. Ich habe dann einfach alles gegeben um sie wenigstens ein bisschen glücklich zu machen. Es war einfach ein Mega-Rennen!“ äußerte sich Justin nach dem Rennen über die Geschehnisse.

Wer gerne einmal live dabei sein möchte, der sollte sich schonmal den 14. – 16. September vormerken, denn dann findet das American Fan Fest auf dem Hockenheimring statt.

 

©NASCAR Whelen Euro Series/Stephane Azemard
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